Alle Beiträge von Nick

What is love? 

How should anyone know, if, whatever it is or isn’t can only be felt?

Around my tiny vessel mermaids coil foamy curls of ocean’s omnitude. Here, in this vastness the realization that I am nothing is so plain. 

Perhaps – her words echo through the depths of my heart – I can only choose to accept or to resist. And with that, part of me succumbs to the universe. Surge after surge, a ripple no larger than a snip in time as I involuntarily blink. Inconsequential. The other part instinctively withdraws from the unbending fate, as if herby the natural progression could be altered or even stopped. But why should it pardon me? The glaciers recede. Fairies sweep the emerald blue luster from their depths. I am doubtful if anything remains. I rest peacefully. 

And I supposed I was in control… 

Reise

Es kommt immer wieder die Zeit sich zu verabschieden. Kein Moment ist richtig, doch ist dies nun die Zeit zum Aufbruch. Innig, wie es sich an mich schmiegt, das Gefühl bereit zu sein. Ich habe es zugelassen und genährt. Jetzt möchte ich es nicht mehr freigeben. Abschied füllt mein Herz mit tiefem Schmerz, lässt es anschwellen, bis mein Körper sich der Schwere hingibt und sich jedem Ausdruck ergibt. Ich zähle Steine. Die sanften Kurven umgarnen die scheinbare Härte. Ich erahne die Tropfen wie sie ihren Weg langsam nach unten bahnen. Da ist nichts. Nur Liebe.

Ein paar Konzepte habe ich verstanden. Wir beide finden Halt in jenem Baum, der immer steht; widrige Umstände, die Wurzeln wachsen dem Beton zum Trotz. Die Verbundenheit trägt mich, alsbald ich alles zulasse und abgebe fühle ich sie. Verbundenheit kennt keine Grenzen. Nur der Verstand grenzt uns ein und trennt uns. Schön, dass wir immer beieinander sind. Wenn ich in tausend Kilometer Ferne auf einem Leuchtturm stehe und die Sterne zähle, bin ich bei dir. Auf dem Rücken spitzer Berge kraust mir der Wind das Haar und ich bin immer noch da. In der Weite der Wüste umarme ich die Stille und tanze in ihrer Leere zu unserem Lied. Die leisen Wellen winden sich um meine Beine und meine Zehen entziehen sich dem Sand.

Wie mich ein Schmunzeln bewegt, von innen nach aussen, den Kopf leicht hin und her schwankend, am Horizont das tosende Gewitter, darüber hinaus das tiefe Schwarz, immer weiter die Unendlichkeit. Wenn ich das All-ein-Sein nicht mehr denke, sondern fühle und letzten Endes lebe, dann bin ich angekommen. Dann bin ich überall zu Hause. Dann bin ich frei. Dann bin ich. Wer? Dann…ist es nicht mehr wichtig.

Leere

Es – was ist es? Und wo kommt es her? Ich weiss es und ich weiss es nicht. Es ist mir auch egal.

Das Om hat mich vor ein paar, wenigen Jahren gefunden. Jemand hat es mir geschenkt, wir beide unwissend. Auch das Om verstehe ich nicht – es ist mir nicht egal.

Vor mir liegt eine blau gemusterte Schale. Sie ist leer. So vieles sträubt sich heute in mir, versucht mich zum Anhalten zu bewegen. Ich blicke nochmals genauer in die Rundungen der Keramik und entdecke darin die Aufforderung mir Zeit zu nehmen. Leere ist willkommen. Ich mag wie sie ganz selbstverständlich, einfach ist. Sie hat keine Form und kein Streben, kein Verlangen, kennt keine Sucht. Leere.

Von manch einem Tage erzählt mein Verstand, wo dies und jenes sich in vorgetäuschter Wichtigkeit immer wieder in den Vordergrund drängt. Ein elendes, unaufhörliches Tun und Machen. Innerlich jedoch das brodelnde Verlangen des Herzens. Die Leere ist geduldig. Sie wird von keiner Zeit gemessen. Die Sehnsucht nach ihrem Dasein schmiegt sich an mich. Ich stecke den Kopf tiefer in die weltlichen Nichtigkeiten. Sie klopft sachte an mein inneres Gehäuse. Ich blicke kurz auf, um mich sogleich wieder zu vertiefen, ordne Blätter, schreibe Zettel, erinnere mich an Fenster und Einkäufe. Sie setzt sich hin und schaut mir zu. Ich fühle jenen vertrauten Blick an mir haften, den ich nicht zu verwehren vermag. Lange sitzen wir beide so da. Kein gesprochenes Wort, jeder Muskel ruht, in mir wird es still. Da erscheint es – und ist kostbar und vollkommen, ist Om und Leere zugleich. Mein Herz lässt sie eintreten. Wie eine lang ersehnte, vertraute Seele füllt sie den Raum mit Wärme. Ich habe sie vermisst.

von Neuem

Ich darf wieder von Neuem beginnen und kann es kaum erwarten. Die Kontraktion vibriert auf jeder einzelnen Saite entlang dem Ufer über die gekurvten, glattgeschliffenen Steine hinab in das kühle Nass bis auf den Erdboden, wo etwas versickert und etwas anderes aufsteigt. So die Seele des Gesteins schwerelos den Himmel trübt, tausendfach die eigene Achse umrundet, um sich in der Gegenbewegung der Rast komplett hinzugeben. Ein gewobenes Schauspiel, wenn ich mich recke und nach deiner Gnade ausdehne. Wie ein stiller Beobachter aus der Ecke des Bewusstseins ist mir jede Faser ein Freund, jede eine treue Gefährtin, die mein Skelett umgarnt und bis tief in mein Herz hervordringt. Ein eindringlicher Schrei der dieses rhythmische Gesetz anstösst, die geschmeidigen Gehäuse an den äussersten Rand treibt, zuckt und zieht, und kraftvoll wie eine Welle über die Reling schlägt, um im nächsten Moment im Zusammenzug aufzuleben. Eine Vermählung von Ebbe und Flut. Die Gezeiten meines Korpus wie ich zwischen Fingern den geschmolzenen Wachs sachte zu einer Kugel forme, mit geschlossenen Augen loslasse – kullernd – dem Nichts entgegen.

Neumann

Hi Mann, Neumann, *gähhhhn*, WordPress mal wieder anders. Neu. Jetzt kann man wieder mehr, mehr wählen, mehr gestalten, mehr bestimmen, dabei mit diesen Bausteinen (wie mit Lego oder Minecraft) den Überblick bewahren. Modern und zeitgemäss, gezwungen dazuzugehören.

Dann ist Lichterlöschen. Und es ist dunkel. Und schwarz. Und wir sehen alle gleich viel und gleich wenig. Wenn wir an Ort und Stelle verweilen, bloss horchen oder den Sinnen gar ganz entsagen, entdecken wir nichts. Vielleicht sind da noch Blöcke, die sich umherschieben lassen und vielleicht ist die virtuelle Vielgestalt noch irgendwo da draussen beschäftigt und zerzaust mit ihren unzähligen Armen jegliche Gedankenfreiheit.

Die Pseudo-Freiheit in Grenzen – liebe Grüsse dein Wasauchimmer.

departed

Where have I gone? It is of little importance.

Ah! Tame wind. No – far deeper. Dull knock on a pulsating shell. Deeper yet. Silence.

Any spoken word disperses, leaving only a faltering trace as the last note branches off into myriad veins, filling the crown so proudly. Each leaf golden. Up, up she rises and then all at once collapses. Spills. Uncontrolled, infinite. Every crevice an open palm, begs to be whole, just an unwavering embrace of still air, trusting invisible wings. High above taut strings plainly guide a kite across the sky. The reeds gone quiet, the flutes at peril for not a single sound escapes the oval. The ceasing gush as the waves gracefully retreat. The sea swallows and exhales a crisp, winterlike breath transforming vapor into tiny crystals. The output of those very words deemed meaningless. Instantly they vanish. A gurgle, a groan – insinuated purely by motion. A symphony of silence forged in the depths of every heart.

Where has the universe gone?

 

Atem

Eines Tages darf dieser Körper vergehen und mit ihm all seine Geschichten, die sich über die Jahre kumuliert haben. Die Zeichnungen im ständigen Wandel, die Keramik des Lebens, allem ausgeliefert, immerzu zerbrechlich und zugleich in jeder Ausprägung vollkommen. Wunder – unergründlich – in dieser einen Sekunde, diesem Schnitt durch das gesamte Universum: ein Atemzug. Wer ist es, der erlebt? Unendlich tiefer als die anatomische Mechanik des Körpers. In Abwesenheit eines Herrn, ist da niemand, der etwas tut, nein…niemand. Was also hat Bestand? Aus dem Gewebe der Worte heraus, jenseits des Grates, der unseren Verstand einschliesst und begrenzt, bleibt letztendlich, vielleicht, nur die Wahl: Festhalten oder Loslassen.

Blindes Loslassen, wenn nichts beständig ist, die Arme sich in einer geschmeidigen Bewegung ausstrecken, widerstandslos, gleitend, die ausgedachten Mauern auseinanderbrechen, ein Korridor sich öffnet und alles stillsteht. Kein Anfang und kein Ende. Als würde der Körper sich selbst mit Leichtigkeit dem Unbekannten entgegensenden – schwerelos – das ganze Wesen umgebend. Es wäre in Ordnung zu gehen. Gehalten und umsorgt, gehüllt in der blanken Liebe, vom Körper entbunden unter Wasser atmend.

Auf, auf Körper, beuge dich und die Seele blinzelt dir zu. Loslassen bedeutet vertrauen.

Unravel

Soft the rockets fall, breezing through the limits of the mind, silently marking their target as I extend my hand to catch a single leaf dangling on an invisible string. One strand at each corner, fixed to a sole muscle across the forlorn landscape’s yielding outline. The universe awakes, stretches beyond: thriving, expanding, gently pulling on tucked away roots. A flinch in time and the threads around the curved valleys tighten to expose a singular, blissful smile.

Silence

Ten steps east, one north.

What is there to write, when there’s nothing left?

Just an ordinary ticking, just a point of reference on a hidden map somewhere amidst the universe. Came and went altogether. No gain, no loss. Solely the rhythmic convulsions of muscles straining tendons, reaching higher, breaking through sweet skin, up, up, blue bottoms of oceans, translucent pearls in indigo coats, lighter in gait and blush, vertical transcendence, a boxer in the ring standing still, beams from above shattering the surface; in time-lapse coming up for air.

Penetrate truth, divide all, a sword arrested in mid-air – the same substance in every direction, always silence.

gegenwärtig

Jeden Tag werde ich neugeboren und das Universum empfängt mich mit offenen Armen – hallo Welt, ich kann es nur immer und immer wieder rufen, fühlen, verinnerlichen. Vielleicht, jedoch, gehört das Rufen dem Leben, und dieses unbedeutende kleine ich darf folgen und sein. Ich kann mir keine andere Welt vorstellen als jene, die mich in meinem Wesen vollkommen ergreift und meine jede Zelle durchstreift. Wenn ich der vorbeiziehenden Landschaft mit meinem Blick anhafte, begegnet mir die Unendlichkeit in gleicher Weise, wie wenn ich dem scheinbar Kleinsten vor die Füsse trete. Ich staune so wie ein Säugling, der, diesem einzigartigen Leben ausgesetzt, sich in zärtlicher Berührung selbst entdeckt. Wo ist mein Anfang, wo mein Ende? Wo diese umklammernde Nähe zwischen zwei Menschen, die Grenzen verschmelzen lässt? Wessen ist dann die Berührung, mein oder dein? In selbem Erstaunen wächst in mir die Gewissheit, dass auch die Berge und Täler, der entwurzelte Baum, da ein Pilz und dort ein farbiges Blatt, alle, mich in jedem Augenblick zum ersten Mal sehen. Sodann sind wir,  ich und du, unzertrennbar, weil wir beide zugleich die Entdecker und die Entdeckten sind.