Es kommt immer wieder die Zeit sich zu verabschieden. Kein Moment ist richtig, doch ist dies nun die Zeit zum Aufbruch. Innig, wie es sich an mich schmiegt, das Gefühl bereit zu sein. Ich habe es zugelassen und genährt. Jetzt möchte ich es nicht mehr freigeben. Abschied füllt mein Herz mit tiefem Schmerz, lässt es anschwellen, bis mein Körper sich der Schwere hingibt und sich jedem Ausdruck ergibt. Ich zähle Steine. Die sanften Kurven umgarnen die scheinbare Härte. Ich erahne die Tropfen wie sie ihren Weg langsam nach unten bahnen. Da ist nichts. Nur Liebe.
Ein paar Konzepte habe ich verstanden. Wir beide finden Halt in jenem Baum, der immer steht; widrige Umstände, die Wurzeln wachsen dem Beton zum Trotz. Die Verbundenheit trägt mich, alsbald ich alles zulasse und abgebe fühle ich sie. Verbundenheit kennt keine Grenzen. Nur der Verstand grenzt uns ein und trennt uns. Schön, dass wir immer beieinander sind. Wenn ich in tausend Kilometer Ferne auf einem Leuchtturm stehe und die Sterne zähle, bin ich bei dir. Auf dem Rücken spitzer Berge kraust mir der Wind das Haar und ich bin immer noch da. In der Weite der Wüste umarme ich die Stille und tanze in ihrer Leere zu unserem Lied. Die leisen Wellen winden sich um meine Beine und meine Zehen entziehen sich dem Sand.
Wie mich ein Schmunzeln bewegt, von innen nach aussen, den Kopf leicht hin und her schwankend, am Horizont das tosende Gewitter, darüber hinaus das tiefe Schwarz, immer weiter die Unendlichkeit. Wenn ich das All-ein-Sein nicht mehr denke, sondern fühle und letzten Endes lebe, dann bin ich angekommen. Dann bin ich überall zu Hause. Dann bin ich frei. Dann bin ich. Wer? Dann…ist es nicht mehr wichtig.