Jeden Tag werde ich neugeboren und das Universum empfängt mich mit offenen Armen – hallo Welt, ich kann es nur immer und immer wieder rufen, fühlen, verinnerlichen. Vielleicht, jedoch, gehört das Rufen dem Leben, und dieses unbedeutende kleine ich darf folgen und sein. Ich kann mir keine andere Welt vorstellen als jene, die mich in meinem Wesen vollkommen ergreift und meine jede Zelle durchstreift. Wenn ich der vorbeiziehenden Landschaft mit meinem Blick anhafte, begegnet mir die Unendlichkeit in gleicher Weise, wie wenn ich dem scheinbar Kleinsten vor die Füsse trete. Ich staune so wie ein Säugling, der, diesem einzigartigen Leben ausgesetzt, sich in zärtlicher Berührung selbst entdeckt. Wo ist mein Anfang, wo mein Ende? Wo diese umklammernde Nähe zwischen zwei Menschen, die Grenzen verschmelzen lässt? Wessen ist dann die Berührung, mein oder dein? In selbem Erstaunen wächst in mir die Gewissheit, dass auch die Berge und Täler, der entwurzelte Baum, da ein Pilz und dort ein farbiges Blatt, alle, mich in jedem Augenblick zum ersten Mal sehen. Sodann sind wir, ich und du, unzertrennbar, weil wir beide zugleich die Entdecker und die Entdeckten sind.