Un

Unreflektiert, schnell, aus dem Ärmelkanal geschüttelt, aus der Lunge gehustet, aus den Ohren geatmet, völlig unbesinnlich und weit von mir entfernt. Oder doch nicht? In einer Rage oder ausserhalb eines Zaunes? Oder sagt man Gitter? Vielleicht könnte man die Fernseher hinter Gitter verbannen. Ich wäre dafür. Oder die Erfindung rückgängig machen. Was hätten wir zu verlieren? Nervige Werbungen oder opulente Selbstdarstellungen? Die Vereinsamung in den eigenen vier Wänden? Vielleicht werfen wir das Internet auch gleich in dieselbe Tonne, oder die Mobiltelefone, oder beides, oder sind es die Selbstdisziplin, die Selbstliebe, das Selbstverständnis, dass das „Leben offline ist“ – danke René – die fehlen? Ich weiss es nicht, heute nicht, morgen nicht, oder vielleicht doch? Ich zucke mit der Schulter, wie der Kleine: „ich weiss es nicht“. Schwachsinn, klar weiss er es, er möchte es sich nur nicht selbst eingestehen. Vielleicht ist er noch nicht bereit dazu, vermutlich kennen wir dies alle auch. Pech gehabt. Gehe ich eben schlafen, in Frieden ruhen; einfach, jetzt wo meine Gedanken und Gefühle der Leichtigkeit Spalier stehen.

Wieder einmal in das Unbedeutsame verfallen – who cares? Draussen scheint die Sonne und ich lasse mich von ihr blenden – what more do I want? What more can I ask for?

Lustig, jetzt tanzen sie wieder und ich lasse los, endlich.