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Thank You

„Look“ exclaims my heart and I pound the call with my fist high into the air. A volley of screams echoes through the night. I wonder if it is the flap of birds wings or the passing of clouds, which shield my view from the moon. How can I know that the moon still is, even in absence of my senses feeding on its curve? What existence remains unbroken, when the sky cuts sharp edges into the moon and the night befalls us? I am desperate to know.

So I look. I open my eyes and attend life. I open my palms and draw my skin over its rough and smooth perimeter. I stir and wake and my very pores sing out to the magic before me. A warp in time plucks at my-self and splashes through me wave after wave after wave. Surrender is a powerful surge and takes with it all. Even the edges of the moon. And the air around each flap and muscle. And the tendons of night that move freely.

Here – here I rest. And thrive. And die. I love the heat of life my heart pumps into me every day. The heart speaks and I answer – „Thank you“.

Grains

A trail of the past lives inside of me. I cannot remember where to find the opening , but it is in me. What door or gate has wings so wide to embrace me so deeply, when fragments of days gone by abruptly awaken?

Peace is at my core, or, a flicker across my heart when I see the hourglass from afar. I ask myself what holds time, resting in the confines of glass, now my body, my mind, this „I“.  In this chamber the grains of sand exist and form my story. A grain to a moment, always in passing.  Still, a felt resistance as I twirl a single grain between thumb and forefinger. A sincere sketch of a breath in , a breath out. I surrender everything.

Here is the flutter of my nostrils. Inhale and wake. A tremor of my slight existence. I reach out to caress the offshoot of this crop. I graze over the lands of all days I locked eyes with the world; so many , so few. The scent flanks my remembrance. I nearly forgot the way sheets of paper savor the scorching sun in their fibers – midsummer. Ah, what a delight! The anticipation of unsealing a story of another: another book, another swift yet intentional contact of skin to earth, or the fine line I draw into the sky as my gaze wanders off into the distance. Blink.

Stillness

Stillness of the mind as I nurture my soul.

Unablässig diese Gedanken, die sich in Gängen verirren und sich durch dunkle Gassen schleichen, Brücken schlagen und Fernes mit Nahem verbinden, plötzlich verschwinden und im Unwetter anderer Intrusionen wieder auftauchen. Da sind sie wieder.

Ich kann nicht ohne sie leben.

Und da kauert dieses Kind und blickt gedankenverloren der Elefantenkuh entgegen. Unsere Blicke verneigen sich voreinander, kreuzen sich, lächeln anmutig in die Tiefen der Seele hinein. Er erspäht das Elefantenjunge und rückt es gerade. Abgewandt das kleine, grosse Tier, abgewandt das kleine, schwere Menschlein. Körper hier, anwesend, verbergend und doch so ehrlich, der Ausdruck des inneren Erlebens. Geräuschlos kullern die Engelstränen vor gezogenen Vorhängen, sie säumen die Fassung seines Herzens in durchdringende Strähnen, und setzen sich im Magen nieder, wo die Last ihr zu Hause weiss, drückt und beisst, und sich alles zusammenzieht. Im Hals die Barriere, die Fingerhaut, die Fussnägel, die Knöchelbeine, die Schlossschulter, verkrampft von Kopf bis Fuss.

Danke, dass du da bist. So zuverlässig und stark. Was ist mehr als dein Dasein, deine tragenden Gesten und Worte, dein verbindliches Versprechen und die sich kreuzenden, ineinander fliessenden Seelen. So bin ich du und du bist ich.

Der Löwe im Zaum, am Flussufer bäumt sich der Sand in laue Wellen, Grenzen ziehen sich eckig in entgegengesetzte Richtungen und wir sind Lichtjahre entfernt und doch beide da, in diesem vertrauten Moment. Das verschwommene Bild, entbunden von Zeit und Verstand, die diffuse Heimat, die sich weder fassen noch benennen lässt, und trotzdem uns beide beherbergt. Das Haus der Seele, die Nachbarschaft der sich treffenden und gegenseitig ausweitenden, tragenden Gefühle, die endlos Raum bieten für alle Töne und Schattierungen von Angst, Furcht, Freude und Wut. Hallo Gefühl.

Keramik der Natur

Vielleicht sind es Bilder, die sich hinter dem dichten Nebel verbergen. Abbilder des abgemühten Bauern, der die letzten Heureste zusammenkehrt, die gefleckten Kühe auf der Weide ruhen und sich im durchsichtigen Perlennetz der Tau aus der Versenkung hebt. In jener Spiegelung treten die Anstriche der Natur in schimmernden, matten, langsam verklingenden Tönen hervor und mischen sich in ihrem abtretenden Spiel zu einem Höhepunkt jenes bunten Orchesters, das sich über die Wälder und Felder hinweg zieht.

Kauernder Verehrer auf dem glitzernden Hang, kräftiger Wanderer ruhend im Grün, atmender Betrachter im stillen Sein – sich gesellend, sich trauend, für einmal mit offenen Sinnen blosser und bescheidener Beobachter, im Bewusstsein lediglich ein temporärer Besucher zu sein.