
{"id":1007,"date":"2023-09-23T18:21:01","date_gmt":"2023-09-23T18:21:01","guid":{"rendered":"https:\/\/atehundred.ch\/?p=1007"},"modified":"2023-09-23T18:21:01","modified_gmt":"2023-09-23T18:21:01","slug":"fledermaeuse-im-tagesdunkel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/atehundred.ch\/?p=1007","title":{"rendered":"Flederm\u00e4use im Tagesdunkel"},"content":{"rendered":"<p>Mein kleines Guckloch in die Unendlichkeit. Noch ruft der Vollmond meinen Namen. Ich folge dem zackigen Flug der Fledermaus mit wachem Blick. Dort oben geht es weiter und weiter  , das, jedoch, verr\u00e4t mir bloss eine Ahnung. Ich bin zufrieden mit \u00absoweit das Auge reicht\u00bb. Es gibt hier  , f\u00fcr mich, ausreichend zu entdecken. Dieses kleine Ich in ihrer wankelm\u00fctigen Existenz fordert mich genug. Vom Reisen weiss ich, dass es nicht nur den Glanz inneh\u00e4lt, den jene vermuten, die zur\u00fcckbleiben. Reisen birgt ebenso eine M\u00fche, eine Anstrengung, sich immer wieder neu einzulassen, anzupassen, zurechtzufinden. Das Entdecken des Ich ist wie das Reisen. Sich darauf einzulassen, heisst zuzulassen, dass es schn\u00fcrt und dr\u00e4ngt, zieht und umschliesst, dem eigenen Leben immer wieder eine frische Sichtweise zu geben, auch wenn das Erleben bisweilen weder frisch noch fr\u00f6hlich ist. So ist es auch mit dem Anpassen. Anpassen an jene Ver\u00e4nderungen, die wilde Furchen durch die Baumwipfel treiben  , wenn der Sturm aufkommt und sich wieder senkt. Vielleicht das Altern, aber mehr noch das Annehmen. Nicht die Falten und die B\u00e4uche, sondern das eigene, im Grunde ungez\u00e4hmte Wesen, das sich den Gezeiten hingibt, und Flut und Ebbe jeder Gef\u00fchlslage nennt, gibt und wieder entzieht. Nur weder in absoluter Absehbarkeit noch Unver\u00e4nderlichkeit. Sie sind uns nicht allein  , noch besonders, diese G\u00e4nge und Vorg\u00e4nge, dunkel, hell, mal so, mal so. Doch lohnt es sie zu beobachten. Sich zu beobachten. Und hiermit sich \u2013 das Ich, mit diesem Ich \u2013 zurechtzufinden, sich zu orientieren, eine gewisse Ahnung zu gewinnen, um mit den Gezeiten im Mindesten etwas mitzugehen, sich nicht zu str\u00e4uben und die Anstrengung f\u00fcr einen Moment fallen zu lassen. Es scheint mir bereits Anstrengung genug dem K\u00f6rper, den Gedanken, den Gef\u00fchlen \u00fcber L\u00e4ngen ausgeliefert zu sein. Zu entdecken gibt es nun diesen zur\u00fcckbleibenden Aspekt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein kleines Guckloch in die Unendlichkeit. Noch ruft der Vollmond meinen Namen. Ich folge dem zackigen Flug der Fledermaus mit wachem Blick. Dort oben geht es weiter und weiter , das, jedoch, verr\u00e4t mir bloss eine Ahnung. Ich bin zufrieden mit \u00absoweit das Auge reicht\u00bb. Es gibt hier , f\u00fcr mich, ausreichend zu entdecken. Dieses kleine Ich in ihrer wankelm\u00fctigen Existenz fordert mich genug. Vom Reisen weiss ich, dass es nicht nur den Glanz inneh\u00e4lt, den jene vermuten, die zur\u00fcckbleiben. Reisen birgt ebenso eine M\u00fche, eine Anstrengung, sich immer wieder neu einzulassen, anzupassen, zurechtzufinden. Das Entdecken des Ich ist wie das Reisen. Sich darauf einzulassen, heisst zuzulassen, dass es schn\u00fcrt &hellip; <a href=\"https:\/\/atehundred.ch\/?p=1007\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Flederm\u00e4use im Tagesdunkel<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1007","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gedankenmuster"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/atehundred.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1007","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/atehundred.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/atehundred.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/atehundred.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/atehundred.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1007"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/atehundred.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1007\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1009,"href":"https:\/\/atehundred.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1007\/revisions\/1009"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/atehundred.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1007"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/atehundred.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1007"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/atehundred.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1007"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}